01.12.16

Mach‘ was aus deinen Fotos – z. B. einen Kalender

Helga Partikel, foto-kunst-kultur, Kalender

Mach‘ was aus deinen Fotos – z. B. einen Kalender

Die meisten Bilder ruhen auf der Festplatte und werden nie wieder angesehen. Schade! Mach doch was aus deinen besten Fotos!

Das Jahr neigt sich mit riesigen Schritten dem Ende zu. Es wird langsam Zeit, sich um einen neuen Kalender für 2017 zu kümmern. Warum nicht selbst machen? Beste Gelegenheit, die guten Bilder hervor zu kramen.

Die Qual der Wahl

Du brauchst 13 Bilder für einen Kalender, eines pro Monat und ein Titelbild. Hier ein paar Tipps für die Auswahl der Fotos:

  • Kalenderthema einhalten
    Die meisten Kalender haben ein Thema. Die Vielfalt ist grenzenlos. Vom Katzen- bis zum Leuchtturmkalender, von Blümchen bis zu Raubtieren. Hast du ein Lieblingsthema fotografisch umgesetzt? Dann mache daraus einen Kalender. Aber achte darauf, dass alle Bilder zum Thema passen. Das klingt selbstverständlicher als es ist. Prüfe deine Bilder genau und frage dich bei jedem einzelnen Bild, ob es wirklich dem gewählten Thema entspricht.
  • Zielgruppe definieren
    Für wen machst du den Kalender? Für deine Liebsten, Freunde oder Unbekannte? Ein Weihnachtskalender für Oma mit Bildern der Enkel erfordert eine andere Auswahl als ein Kalender mit Kinderbildern, an denen sich ein breites Publikum erfreuen soll.
  • Bilder zur Saison passend wählen
    Platziere deine Bilder zur Jahreszeit passend – sofern das Thema des Kalenders dies erfordert. Wenn du z. B. Schneelandschaften in deinen Kalender aufnimmst, solltest du diese in den Wintermonaten präsentieren. Es sei denn, du machst einen ganzen „Winterkalender“.
  • Einheitliche Linie verfolgen
    Achte auf Ausgewogenheit in der Auswahl deiner Bilder. 

Ein Beispiel: Angenommen, du erstellst einen Kalender zum Thema Architektur. Du kannst Total- oder Detailansichten von Gebäuden in den Kalender einfügen. Eine gute Mischung ist in Ordnung. Was du aber nicht tun solltest: 10 oder 11 Totalaufnahmen und nur ein oder zwei Detailaufnahmen (oder umgekehrt) verwenden. Die eine Aufnahme würde nicht in die Auswahl passen. 

Dies gilt übrigens auch für die Mischung von Hoch- und Querformat, Rechteck und Quadrat, schwarz-weiß und Farbe, und, und, und …
  • Das Titelbild
 auswählen
    Eine Sonderstellung nimmt das Titelbild ein. Es ist der „Aufreißer“, gibt bei zum Kauf angebotenen Kalendern den Anreiz für den Erwerb. Das Titelbild muss den Kalender repräsentieren, Auskunft darüber geben, was den Käufer erwartet. Es setzt die Stimmung für das Thema des Kalenders. 

Natürlich sollte das Titelbild ein besonders gutes Foto sein – aber nicht das Beste in dem Kalender. Sonst ist der Betrachter beim Weiterblättern enttäuscht. Du weißt schon: „Stark angefangen, aber …“
    Bedenke bei der Wahl auch, dass das Titelbild nur kurze Zeit an der Wand hängt. Alle anderen Fotos bleiben einen Monat lang. Schon aus diesem Grund sollte es nicht das Highlight-Foto des Kalenders enthalten.

Am besten, du schaust dir Kalender anderer Fotografen an. Wie sind sie vorgegangen? Wie haben sie ihre Bilder präsentiert? An Vorbildern kann man viel lernen. Schaue dir an, wie die anderen gearbeitet haben – und dann machst du dich an deine Auswahl und  gehst deinen eigenen Weg.

 

Wie geht es weiter?

Du hast die Bilder ausgewählt. Nun geht es darum, das Kalendarium aufzudrucken oder den Kalender zum Drucken zu geben.

Bei viaprinto beispielsweise kannst du nur ein Exemplar drucken lassen. Weit günstiger pro Stück wird es aber, wenn du gleich mehrere Kalender anfertigen lässt. Vielleicht als Weihnachtsgeschenk für die Familie oder Freunde?

Falls du deinen Kalender selbst erstellen und ausdrucken möchtest, musst du zunächst das Kalendarium auf die Monatsblätter einfügen. Das kannst du z. B. in Photoshop erledigen. Die beste Qualität erzielst du, wenn du das Kalendarium direkt als Text eingibst.

Ich habe eine Übernahme aus Excel versucht. Dort habe ich den Kalender erstellt, mit einer bedingten Formatierung die Wochenenden hervorgehoben und die einzelnen Monate dann als Bild in Photoshop kopiert (in Excel die Taste SHIFT gedrückt halten und BEARBEITEN aufrufen. Dann kommt BILD KOPIEREN). Diese Vorgehensweise ist zwar praktisch, hat aber den Nachteil, dass die Daten aus Excel nur mit 72dpi übernommen werden. Für einen großen Kalender ist das leider zu wenig.

Hast du alle Blätter erstellt und ausgedruckt, musst du deinen Kalender noch binden oder mit einer Spirale versehen. Dazu gibt es kleine Maschinen, deren Anschaffung sich allerdings nur lohnt, wenn du viele Kalender erstellen möchtest. Alternativ bringst du deine Blätter zu einem Buchbinder oder suchst dir einen Copyshop, der Kalender fertigt.

 

Ich wünsche dir viel Freude beim Erstellen deines Kalenders
Wenn du möchtest, poste deinen Kalender in meine Facebook-Gruppe foto.kunst.kultur und hole dir Feedback von anderen Gruppenmitgliedern zu deinen Bildern.

Übrigens: In meinem eBook foto.gruppen lernst du, wie du Bilder zusammen stellst – beispielsweise in einer Serie. Eine solche Serie kann die ideale Grundlage für einen Kalender sein. Am besten, du fängst gleich heute an, Bilder für deinen Kalender 2018 zu fotografieren. Hier geht’s zum eBook.

 

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