Zum Tod von Stefan Moses - foto.kunst.kultur.

Zum Tod von Stefan Moses

stefan moses manuel

Am Samstag starb Stefan Moses – einer der großen deutschen Fotografen.

Der in 1928 in Schlesien geborene Fotograf lebte seit 1950 in München. Bekannt wurde er vor allem durch seine Reportagen im Stern und seine dokumentarischen Fotoprojekte von Menschen in Westdeutschland (Deutsche) und Ostdeutschland (Abschied und Anfang).

Vor einem riesigen Leintuch nahm er Menschen in ihrem Arbeitsumfeld auf. Der Mensch allein ist Motiv der Bilder, kein Hintergrund lenkt ab.

In seinem Projekt „Die großen Alten“ portraitierte er Persönlichkeiten, wie z. B. Willy Brandt, Annette Kolb, Günther Grass und Grete Weil im Wald.

Eines meiner Lieblingsbücher ist „Manuel“. Darin erzählt er in einer Art Tagebuch die Geschichte seines Sohnes. Ein Büchlein, das in keinem Bücherschrank von Freunden großer Fotokunst fehlen sollte.

Stefan Moses über seine Arbeit:

„Jeder hat seine Aufgabe. Meine ist: Menschen festzuhalten, bevor sie verloren gehen. Die Fotografie: Lebenslange Erinnerungsarbeit.“

Ausstellung im Literaturhaus

Schon seit Ende Dezember gibt es eine Ausstellung im Literaturhaus München.

„Blumenkinder“
noch bis 25. Februar 2018
Mo-Mi + Fr 11-19 Uhr, Do 11-21.30 Uhr
Sa/So/Feiertage 10-18 Uhr

Kurzer Film über Stefan Moses

Zum Tod von Stefan Moses hat die ARD einen kurzen Film in die Mediathek gestellt, der 2003 für das Kulturmagazin CAPRICCIO aufgenommen wurde. Er ist bis zum 6.2.2019 verfügbar.

Zum Film

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