One Third – ein Fotoprojekt zur Lebensmittelverschwendung von Klaus Pichler

Jeder, der mich und meine Arbeit kennt oder schon einmal einen Fotokurs bei mir besucht hat, weiß: Ich liebe Fotoprojekte. Ich arbeite selbst in Projekten, ich unterrichte das Erstellen von Projekten und ich schaue mir gerne Projekte an.

Nun bin ich wieder einmal fündig geworden. In dem Projekt ONE THIRD des Fotografen Klaus Pichler aus Wien. Dabei habe ich gleich noch ein weiteres Thema entdeckt, das mir auf der Seele brennt: Die Verschwendung von Nahrungsmitteln.

Eine Studie der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zeigt auf, dass weltweit im Durchschnitt ein Drittel der gesamten Lebensmittelproduktion verloren geht. Pro Jahr werden ca. 1,3 Milliarden Tonnen an Nahrungsmitteln weggeworfen. Wen wundert’s, dass die USA und Europa dabei an der Spitze liegen? Pro Jahr werden dort 95 bis 115 kg Nahrung weggeworfen.

Untersucht wurden u. a. die Gründe für die Verschwendung und vor allem auch, an welcher Stelle in der Kette von der Produktion bis zum Endverbraucher die Verlust am größten ist.

Das Fotoprojekt von Klaus Pichler

So mancher Leser wird sich nun fragen, was Lebensmittelverschwendung mit Fotografie zu tun hat. Erst einmal sicher nichts. Wenn aber ein Fotograf ein Projekt daraus macht, dann eben doch.

Klaus Pichler hat ebendies getan. In seiner Serie „One Third“ fotografiert er Lebensmittel weit jenseits der Haltbarkeitsgrenze – und zeigt damit die erschreckende Dimension der Verschwendung.

Da Europa an der Spitze der Wegwerfnationen steht, hat Klaus Pichler die verdorbenen Lebensmittel mit europäischer Esskultur verbunden. Da gibt es einen auf einer Silbergabel aufgespießten vergammelten Käse, eine verschimmelte Ananas im edlen Kristall, verfaulte Erdbeeren in einer Silberschale.

Die Fotos wirken eigentlich wie wunderschöne Stillleben. Eigentlich. Denn was hier abgebildet ist, ist alles andere als schön (still auch nicht, wenn man genauer hinschaut). Es sollte jeden zum Nachdenken anregen, wie wir mit unseren Lebensmitteln umgehen.

Bei aller Ernsthaftigkeit des Themas darf man aber die Bilder genießen und darüber nachdenken, wie man auf die Idee für ein solches Projekt kommt und es so gekonnt realisiert. Chapeau, Herr Pichler! Und ein herzliches Dankeschön, dass ich hier so viele Beispiele Ihrer beeindruckenden Arbeit veröffentlichen darf.

Klaus Pichler, Lebensmittelverschwendung, foto.kunst.kultur

Weitere Bilder auf der Homepage von Klaus Pichler
alle Fotos: © Klaus Pichler

One Third: Fotoprojekt zur Lebensmittelverschwendung

Über mich, Helga Partikel

Ich bin Fotografin aus Leidenschaft und habe mich ganz der kreativen Fotografie und der Fotokunst verschrieben. Gerne gebe ich meine Begeisterung und mein Wissen in Fotokursen und auf Fotoreisen weiter. Lass dich von mir anstecken!

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Das sagen Teilnehmer zu meinen Kursen

Gerne wieder!

Liebe Helga, ganz herzlichen Dank für Dein Engagement bei diesem Kurs! In wundervoller Umgebung konnte ich mich erstmals dem Thema schwarz-weiss nähern. Viele Anregungen und aha-Erlebnisse nahm ich mit. Essentiell war für mich Deine ausdauernde Frage: "Wer ist dein König?" und die gemeinsamen konstruktiven, sehr lehrreichen Bildbesprechungen. Gerne wieder!

Ulrike Steigerwald

Das würde ich gerne weiter vertiefen.

Der Kurs "Malen mit der Kamera" hat mir sehr gefallen, die Theorie war informativ, dein Wissen ist so vielfältig und weitreichend, das habe ich sehr genossen, und ich habe bei der Bildbesprechung und -bearbeitung sehr viel gelernt. Das würde ich gerne weiter vertiefen.

Anette

Dieser Kurs bietet alles was man sich wünscht!

Dieser Kurs bietet alles was man sich wünscht! Lernen, Urlaub, Spaß, nette Teilnehmer, erstklassige Unterkunft und jede Menge schöne Motive. Liebe Helga, vielen Dank für diesen wunderbaren Kurs!

Christa
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