Wie schön, dass es Kenntnisse gibt, die auch nach Jahren noch Bestand haben. Ich bin auf einen uralten Blogbeitrag zur Bildkomposition gestoßen. Es hat sich nicht geändert: Punkte können immer noch lästig sein. Hier ist der Beitrag:

Punkte in der Fotografie: Sie können ganz schön lästig sein

Ich spreche natürlich nicht von denen in Flensburg. Ich meine die auf einem Foto.

Kennst du diese kleinen fiesen Punkte, die zwar nur einen Bruchteil des Bildes einnehmen, dennoch aber den Blick wie ein Magnet an sich reißen? Die Rede ist z. B. von Fusseln, Staub oder anderen Störfaktoren.

Schau dir das folgende Bild an (die meisten Teilnehmer meiner Fotokurse werden es schon kennen). Die kleinen Pünktchen auf dem Steg fallen sofort auf. Obwohl sie so winzig sind. Irgendwie fühle ich mich betrogen. Da zieht etwas meine Aufmerksamkeit an – und dann ist nichts zu sehen.

Helga Partikel, foto.kunst.kultur

Der Punkt vorne ist winzig, zieht aber dennoch den Blick an.

Wenn du deine Bilder nach dem Fotoshooting bearbeitest, achte auf solch kleine Punkte. Mühelos können sie in Photoshop oder sogar in Lightroom entfernt werden. Dein Foto kann dadurch nur gewinnen.

So mancher störende Punkt lässt sich aber auch schon beim Fotografieren vermeiden. Du musst ihn nur erkennen, aus dem Weg räumen oder ggf. eine andere Position einnehmen.

Was sind eigentlich Punkte in der Fotografie?

Wenn wir von Punkten sprechen, meinen wir vor allem kleine runde Bildelemente. Punkte eben. Ein gepunktetes Kleid, ein gepunkteter Stoff …

Nicht so in der Komposition. Da kann ein Punkt durchaus auch mal rechteckig sein. Oder quadratisch. Oder er hat eine freie Form. Ein Punkt kann geometrisch, gegenständlich oder abstrakt sein. Es handelt sich immer dann um einen Punkt, wenn er so klein ist, dass er als Fläche überhaupt keine Rolle mehr spielt. Nicht die Form zählt, sondern nur die Farbe und die Helligkeit.

Helga Partikel, foto.kunst.kultur

Zwei dominante schwarze Punkte.



Punkte sind statisch, d. h. ein Punkt steht, wo er steht. Er behauptet seinen Standort und hat nicht die geringste Tendenz, sich zu bewegen.

Und Punkte sind aufdringlich. Man erkennt sie auf den ersten Blick. Deshalb sind Flecken und Fussel so störend.

Vom einzelnen Punkt zu Linien

Punkte im Bild sind natürlich nur dann schlecht, wenn sie keine Aussage haben, wenn sie stören. Punkte können deinem Bild aber auf so richtig gut tun. Oft werden sie vom Betrachter des Bildes unbewusst miteinander verbunden. Punkte können Spannung aufbauen oder Ruhe erzeugen.

Wir unterscheiden zwischen:

  • Einzelnen Punkten
    Ein einzelner Punkt beherrscht das Bild. Er steht im Spannungsverhältnis zur gesamten Bildfläche, zu den Rändern und Ecken.
  • Zwei Punkte
    Kommt zu einem Punkt ein weiterer hinzu, treten diese in Konkurrenz. Der einzelne Punkt verliert an Gewicht. Das Spannungsverhältnis verlagert sich. Nun ist nicht mehr das Verhältnis zu den Kanten und Ecken wesentlich, sondern das zwischen den beiden Punkten.
  • Optische Linien
    Gesellen sich noch mehr Punkte hinzu, bilden sie oft eine imaginäre Linie oder Form. Je dichter die Punkte beieinander stehen, umso deutlicher wird die Verbindung zwischen ihnen.
Helga Partikel, foto.kunst.kultur

Drei Punkte bilden eine Linie



Die Platzierung von Punkten

Sowieso ziehen Punkte die Aufmerksamkeit auf sich. Steht ein Punkt aber in der Mitte eines Fotos, wird er bildbeherrschend. Die Dominanz verliert er, sobald er aus der Mitte gerückt wird. Das hängt mit dem oben erwähnten Spannungsverhältnis zu den Bildrändern und -ecken zusammen.

foto.kunst.kultur, Komposition, Fotokurs

Die Größe von Punkten

Wie gesagt: Punkte können gar nicht so winzig sein, dass sie nicht auffallen. Und obwohl Punkte auf einem Bild nur eine Fläche einnehmen, haben sie ein Gewicht. Das wird deutlich, wenn wir Punkte unterschiedlicher Größen auf eine Fläche platzieren. Der größere Punkt wirkt schwerer und drückt daher nach unten.

foto.kunst.kultur, Komposition, Fotokurs

Immer das geleicht Bild - nur gedreht.

Schauen dir die drei Bilder genau an. Zugegeben, das mag etwas abstrakt klingen. Aber welche Aufteilung würdest du verwenden, wenn du z. B. Zerbrechlichkeit oder Instabilität ausdrücken willst? Und welche, wenn du Ruhe zeigen möchtest?

Die schwarzen Punkte auf der weißen Fläche mögen abstrakt sein, aber die Wirkung von Punkten auf Fotos ist nicht anders.

  • Eine gute Übung

Nimm ein weißes Blatt Papier und schwarze Punkte (diese kannst du dir ganz einfach ausschneiden. Vielleicht hast du auch ein Mühlespiel? Die schwarzen Mühlesteine eignen sich hervorragend. 

Lege die Punkte auf das Papier und erstellen Sie unterschiedliche Kompositionen.

  • Jetzt bist du dran

Natürlich bekommest du auch noch eine kleine Fotoübung mit auf den Weg. Unternimm mit deiner Kamera einen ausgedehnten Spaziergang. Achte auf Punkte und fotografiere ausschließlich Bilder, die von Punkten beherrscht werden.

Wassily Kandinsky (1866-1944) hat einmal gesagt:

„Eine Linie ist ein Punkt in Bewegung“ 

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Über mich, Helga Partikel

Ich bin Fotografin aus Leidenschaft und habe mich ganz der kreativen Fotografie und der Fotokunst verschrieben. Gerne gebe ich meine Begeisterung und mein Wissen in Fotokursen und auf Fotoreisen weiter. Lass dich von mir anstecken!

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Das sagen Teilnehmer zu meinen Kursen

Die Bildbesprechungen wurden zum Highlight

Der Wochenendworkshop „Wabi-Sabi“ im Egglhof in Straußdorf war etwas ganz besonderes. die Ruhe und Idylle vor Ort hat wunderbar das fotografische Thema ergänzt. Ich konnte mich voll und ganz auf mein gewähltes Thema "die Natur setzt sich durch" konzentrieren und die Schönheit der Natur im Kleinen auf mich wirken lassen. Durch die äußerst homogene Gruppe wurden die Bildbesprechungen zu einem Highlight und gaben mir viele neue Anregungen. Ich habe viel gelernt, mich fotografisch weiterentwickelt und freue mich über meine Fotos vom Wabi-Sabi-Workshop. Wenn ich mir sie jetzt zu Hause anschaue, kommt ein bisschen etwas von dem Flair des Wochenendes zurück.

Conny

Der Kurs tut meiner Seele gut

Liebe Helga,

mein Herz ist voll neuer Ideen. Wobei, es sind erst einmal deine Ideen, die mich neu meine Umgebung sehen lassen. Der Kurs tut meiner Seele gut. Klingt etwas überschwänglich, aber ist so. Ich freue mich darauf die Themen "abzuarbeiten" und komme wahrscheinlich nur langsam voran, weil es so viel zu entdecken gibt.

Danke dafür und viele Grüße von Donata

Donata

Es war super!

Obwohl ich vor ca. 3 Jahren ein Lightroombuch durchgeackert habe, war mein Anwendungsgebiet dürftig. Der Lightroom-Online-Kurs war jetzt meine Chance, bequem zu Hause und von einer absoluten Fachfrau die Anwendung und Tips einer Praktikerin vermittelt zu bekommen. Es war super! in drei Teilen mit genug Zeit dazuwischen zum Einüben hab ich´s jetzt kapiert. Herzliche Dank, Helga

Karin
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