Zum Anlass seines 100. Geburtstags wird im Kulturfoyer der Bayerischen Versicherungskammer die Ausstellung "Werner Bischof. Standpunkt" gezeigt - eine Hommage an Bischofs Lebenswerk.

"Rund 220 Vintages (zeitgenössische Originalabzüge) und Dokumente aus dem Werner Bischof Estate geben einen umfassenden Überblick über seine Studioarbeiten, seine Aufnahmen zu Europa nach dem Zweiten Weltkrieg, seine Asienreportagen und seine Bilder aus den USA und Südamerika. Die Kontaktbögen und Originalabzüge aus dem Estate werden zum ersten Mal öffentlich gezeigt." 

- so die Ausschreibung der Ausstellung.

Wikipedia beschreibt den 1916 in Zürich geborenen Fotografen als einen der bekanntesten Reportage-Fotografen des 20. Jahrhunderts. Werner Bischof studierte an der Zürcher Kunstgewerbeschule Fotografie und Grafisches Gestalten. Für kurze Zeit betrieb er in Zürich ein Studio für Mode- und Werbefotografie, ging dann aber bald nach Paris, um sich dort als Maler niederzulassen.
Doch der  Krieg durchkreuzte Bischofs Pläne; er musste ab 1939 in der Schweiz Militärdienst leisten. In den kurzen Ruhephasen zwischen den Einsätzen fotografierte er vor allem Naturmotive. 1942 wurden seine ersten Fotos in der schweizer Monatszeitschrift "Du" veröffentlicht.

Werner Bischof, Lesetipp, foto.kunst.kultur
"Dann kam der Krieg und damit die Zerstörung meines „Elfenbeinturms“. Das Gesicht des leidenden Menschen wurde zum Mittelpunkt."

Im Auftrag der "Schweizer Spende", einer öffentlichen Sammlung des schweizer Volkes als Ausdruck der Solidarität mit den Opfern Zweiten Weltkriegs, erstellt Bischof eine Dokumentation über das Nachkriegseuropa. Er fotografiert die zerstörten Gebiete, die Flüchtlingsströme und die Vertriebenen.

Werner Bischof, Lesetipp, foto.kunst.kultur
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"In diesem Sinne schuf Bischof Bilder, die zwar bittere Armut und tiefes Leid zeigen, doch auch Dokumente einer inneren Kraft und Willensstärke der abgebildeten Menschen sind.", 

so die Ankündigung zur Ausstellung.

Seine Fotos machen auf ihn aufmerksam. Er erhält von der berühmten Agentur Magnum das Angebot, Mitglied zu werden. Seine Bilder werden in den auflagenstärksten Magazinen veröffentlicht. Die Weichen als Kriegsberichterstatter sind gestellt. Werner Bischof verbringt u. a. vier Monate in Indien, fünf in Japan und drei in Indochina.

"Es trieb mich hinaus, das wahre Gesicht der Welt kennen zu lernen. Unser gutes, gesättigtes Leben nahm vielen den Blick für die ungeheure Not außerhalb unserer Grenzen."

Am 16. Mai 1954 verunglückt Werner Bischof mit seinem Geländewagen tödlich in den Anden.

Die Ausstellung Werner Bischof. Standpunkt

Die Ausstellung im Kunstfoyer ist die bislang bedeutendste Ausstellung, die über den Fotografen Werner Bischof konzipiert wurde. Kuratoren sind sein Sohn Marco Bischof und Isabel Sieben, die Leiterin des Kunstfoyers.

Werner Bischof. Standpunkt
Kunstfoyer der Bayerischen Versicherungskammer, München
bis 11. September 2016

Fotos veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Kunstfoyers der Bayerischen Versicherungskammer. Herzlichen Dank!

Werner Bischof. Standpunkt

Über mich, Helga Partikel

Ich bin Fotografin aus Leidenschaft und habe mich ganz der kreativen Fotografie und der Fotokunst verschrieben. Gerne gebe ich meine Begeisterung und mein Wissen in Fotokursen und auf Fotoreisen weiter. Lass dich von mir anstecken!

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Das sagen Teilnehmer zu meinen Kursen

Ich war sehr begeistert von dem Thema

Ich war sehr begeistert von dem Thema, das für mich eine neue fotografische Erfahrung darstellte, die mich sicher noch weiter begleiten wird. Die zwei Tage am Egglhof waren nicht nur entspannend, sondern stellten auch einen regen Austausch unter interessanten Fotografinnen dar. Vor allem die Bildbesprechungen waren sehr produktiv und aufschlussreich. Kreative Fotografie ist noch ein Neuland für mich, daß ich gerne weiter entdecken möchte!

Cornelia

Die Bildbesprechungen wurden zum Highlight

Der Wochenendworkshop „Wabi-Sabi“ im Egglhof in Straußdorf war etwas ganz besonderes. die Ruhe und Idylle vor Ort hat wunderbar das fotografische Thema ergänzt. Ich konnte mich voll und ganz auf mein gewähltes Thema "die Natur setzt sich durch" konzentrieren und die Schönheit der Natur im Kleinen auf mich wirken lassen. Durch die äußerst homogene Gruppe wurden die Bildbesprechungen zu einem Highlight und gaben mir viele neue Anregungen. Ich habe viel gelernt, mich fotografisch weiterentwickelt und freue mich über meine Fotos vom Wabi-Sabi-Workshop. Wenn ich mir sie jetzt zu Hause anschaue, kommt ein bisschen etwas von dem Flair des Wochenendes zurück.

Conny

Der Kurs war eine Bereicherung

Der Wabi-Sabi Kurs war eine Bereicherung für mich. In einer kleinen Gruppe mit Harmonie und Gelassenheit, das passende Ambiente und mit Dir und den richtigen Worten - so konnte ich im Wabi-Sabi abtauchen, fotografieren und vieles für meine Lebenseinstellung mitnehmen. Vielen Dank für die besonderen Tage! Ich freue mich schon auf den nächsten Kurs!

Marina
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