Fotolehren von Andreas Feininger

Der amerikanische Fotograf Andreas Feininger, Sohn von Lyonel Feininger, wurde nicht nur durch seine Fotografien berühmt, sondern auch als Fotolehrer. Seine “Große Fotolehre” und die „Hohe Schule der Fotografie“ sind Standardwerke und sollten in keinem Bücherschrank fehlen – auch wenn beide Bände noch aus der analogen Fotozeit stammen.

Andreas Feininger: Die Große Fotolehre

Die Große Fotolehre ist das Grundlagenbuch von Feininger. Darin erklärt er z. B., wie eine Kamera aufgebaut ist und wie Objektive funktionieren. Ein großer Teil widmet sich der Belichtung. Wie belichtet ich korrekt? Es folgen Hinweise zur Entwicklung von Film und Fotos in der Dunkelkammer. Diesen kleinen Teil des Buchs werden Digitralfotografen sicher überspringen. Spannend ist der letzte Teil: Er ist der Bildgestaltung gewidmet: Farbe, Kontrast, Bewegung und natürlich das Licht. Auch auf die psychologischen Aspekte vor der Aufnahme geht Feininger im letzten Teil ein.

Andreas Feininger: Die Hohe Schule der Fotografie

Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich auch den Band „Die Hohe Schule der Fotografie“ besorgen. Das Buch greift einiges von der Großen Fotolehre auf, führt aber weiter. Im Mittelpunkt steht die Bildgestaltung, z. B.

  • die Eigenschaften des Lichts,
  • Schaffung von räumlicher Tiefe,
  • Schärfe und Kontrast,
  • Bewegung und Zeit.

Beide Bände sind im Heyne-Verlag erschienen. Der Verlag über die „Hohe Schule der Fotografie“:

„Andreas Feininger hat mit diesem Werk ein Lehrbuch der Photographie geschaffen, dem sowohl in der Methodik wie der Darstellung aller photographischen Ausdrucksmöglichkeiten kaum Vergleichbares in der Photoliteratur an die Seite gestellt werden kann. Klar und ohne Umschweife gibt das Buch Antworten auf praktisch alle Fragen, die sich jedem, der photographiert, trotz aller Vervollkommnung der Kameras stellen.“

Andreas Feininger über die Technik

Die Haltung Feiningers zur Technik wird beim Lesen der beiden Bücher sofort klar. Zwar erklärt der Autor die Technik detailliert, weist aber immer wieder darauf hin, dass sie nur Mittel zum Zweck ist. Weit wichtiger ist ihm die Sichtweise des Fotografen.

Die Tatsache, dass eine technisch fehlerhafte Fotografie gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind, zu glauben, dass technische Perfektion den wahren Wert eines Fotos ausmacht.

Andreas Feininger (1906-1999)

Damit spricht er mir aus der Seele. Es gibt viel zu viele technisch perfekte, aber nichtssagenden Fotos im Netz. Kaum zu glauben! Denn Fotografie wird doch erst richtig spannend, wenn man nicht nur ein bloßes technisch perfektes Abbild dessen schafft, was man gesehen hat.

Zwei Bücher von Andreas Feininger:


Helga Partikel, foto.kunst.kultur, Andreas Feininger, Lesetipp
Fotolehren von Andreas Feininger | zuletzt überarbeitet am: 20.06.2024

Über mich, Helga Partikel

Ich bin Fotografin aus Leidenschaft und habe mich ganz der kreativen Fotografie und der Fotokunst verschrieben. Gerne gebe ich meine Begeisterung und mein Wissen in Fotokursen und auf Fotoreisen weiter. Lass dich von mir anstecken!

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Das sagen Teilnehmer zu meinen Kursen

Es war ein tolles Erlebnis

Liebe Helga, nun hat mich der Alltag wieder und ich denke ein bisschen sehnsüchtig an unsere schöne Woche auf Sylt zurück. Es war ein tolles Erlebnis, hab Dank dafür. Felix

Felix de Cuveland ... Inselfieber Sylt Oktober 2023

Ich bin schlichtweg .....sprachlos!!!

Ich bin schlichtweg .....sprachlos!!! Ich möchte mich für den unglaublich guten Kurs bei Dir bedanken. Ich bin schlichtweg .....sprachlos!!!, über die Fülle an Anregungen und welchen Motivationsschub dieser Kurs bei mir bewirkt.

Ingrid

Meer geht nicht

Sylt, zwischen Sandstrand und Watt, zwischen Heide und Dünen, oder an den Kliffen entlang. Was gibt es schöneres, als sich eine Woche an der Nordsee so richtig durchpusten zu lassen und den Fokus mal nur auf die Fotografie zu legen. Dieser „Fokus" wird dann bei den Bildbesprechungen durch gezielte Verbesserungsvorschläge und Hinweise auch nochmal „feinjustiert“.
Liebe Helga, danke für die inzwischen zweite wunderbare Foto-Auszeit, die ich nicht mehr missen möchte.
Fazit: Eine Woche Zeit für die Fotografie - ein wertschätzendes, harmonisches und lustiges Miteinander in der Gruppe - und durch Kursleiterin Helga ein konstruktives und lehrreiches Feedback. Dazu noch die Herzlichkeit der Gastgeber Bärbel und Mikkel - Meer geht nicht. Iris

Iris Gleich ... Sylt
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