Helga-Partikel-Blog

Setze deine Ideen kreativ um

Der Weg zu besseren Bildern

Du möchtest dich fotografisch weiterentwickeln und mehr aus deinem Hobby machen? Vielleicht stehst du noch relativ am Anfang, willst aber mehr? Dann solltest du gezielt vorgehen, um möglichst frustfrei zu besseren Ergebnissen zu kommen. Der Blick ins Kamerahandbuch kann ganz schön ernüchternd sein. Und wenn man dann noch die eigenen Ergebnisse mit anderen Fotos vergleicht …

Tröste dich: Alle haben einmal angefangen, und auch du wirst die Qualität deiner Fotos mit der Zeit erheblich verbessern. Es braucht eben seine Zeit. Aber mit Geduld und viel Übung kommst du ans Ziel. Das Gute daran: Der Weg dahin macht riesigen Spaß!

Lerne deine Kamera kennen

Es nützt alles nichts: deine Kamera ist dein Handwerkszeug. Wenn du kreativ fotografieren willst, musst du die Funktionen deiner Kamera kennen – zumindest die Wichtigsten. Du solltest in der Lage sein, die Belichtung manuell oder mit der Halbautomatik einzustellen. Auch ISO, Weißabgleich und das viel berühmte Histogramm dürfen keine böhmischen Dörfer für dich sein. Du bist der Fotograf – nicht deine Kamera! Also verzichte weitgehend auf automatisch eingestellte Funktionen und übernimm selbst das Ruder.

Beschäftige dich mit Bildkomposition

Gut, der erste Schritt ist geschafft. Du kannst mit deiner Kamera umgehen. Im nächsten Schritt kümmerst du dich darum, wie du deine Motive gekonnt in Szene setzt. Natürlich muss man die Regeln der Bildkomposition nicht bei jedem Foto akribisch einhalten. Wenn du die Regeln aber nicht beherrscht, können sie auch nicht bewußt außer Kraft gesetzt werden. Leider sieht man es einem Bild an, ob der Fotograf die Regeln bewußt nicht angewendet hat oder davon keine Ahnung hat.

Hole das Beste aus deinen Fotos heraus

Wenn du mit der Aufnahmepraxis vertraut und die ersten Schritte in Sachen Bildkomposition gegangen bist, wage dich an die Bildbearbeitung. Es ist gar nicht so schwer, Bilder zuzuschneiden, die Belichtung zu korrigieren, und, und, und …

Mein Tipp: Nimm dazu Adobe Lightroom. Dann hast du alles unter einem Dach:

  • die Organisation deiner Fotos,
  • die Bildbearbeitung und
  • die Präsentation deiner Arbeiten.

Ich biete immer mal wieder einen Online-Kurs zu Lightroom (und auch zu Photoshop) an. Zudem habe ich einen umfassenden Videokurs zu Lightroom erstellt. Die 150 Videos dienen dir zum Nachschlagen aber auch zum Erlernen des Programms. So lernst du von zu Hause aus Schritt für Schritt den Umgang mit Lightroom und erhältst jede Menge wertvolle Tipps aus der Praxis.

Die Königsdisziplin: FineArt-Prints

Natürlich kannst du deine Fotos nur am PC anschauen oder in einem Labor ausdrucken lassen. Aber es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, die Bilder selbst auszudrucken und FineArt-Prints der eigenen Fotos in Händen zu halten. Fange damit aber erst an, wenn du in allen anderen Punkten sattelfest sind. Über das Ausdrucken von FineArt-Prints gibt es dicke Bücher – also jede Menge Lernstoff, der auf einen zukommt, bis die ersten Prints gelingen.

Gehe in kleinen Schritten vor

Fotografieren lernen ist ein langer – und oft steiniger – Weg der, im Grunde nie aufhört. Das ist das Schöne an dem Hobby. Auch nach Jahren gibt es Neues zu entdecken, man kann sich stetig weiterentwickeln und immer dazulernen.

 Du mußt nicht von heute auf morgen alles können. Setze dir Teilaufgaben. So könntest du z. B. jeden Monat unter ein anderes Motto stellen. Du kümmerst dich beispielsweise

  • im ersten Monat nur um die Grundlagen,
  • dann einen Monat lang um allgemeine Kompositionsregeln,
  • dann um Farben,
  • um Schwarzweiß
  • u. s. w.

So kommst du garantiert ans Ziel und aus einem riesigen Berg werden lauter überschaubare kleine Hügel.

Verlasse ausgetretene Pfade

Du fotografierst hauptsächlich im Urlaub? Dann gehe doch einmal zuhause auf Fotopirsch. Deine bevorzugten Motive sind Landschaft und Architektur? Dann versuche dich in Stillleben oder in Portraits. Werde experimentierfreudig, versuche Neues.

Lege dir ein fotografisches Notizbuch …

Schreibe alles auf, was dir in Bezug auf deine Fotografie in den Sinn kommt. Halte z. B. fest:

  • Ideen für Fotos oder Projekte.
  • Neue Erkenntnisse in Sachen Bildkomposition, Fototechnik, oder ...
  • Locations, die du besuchen willst.
  • Gedanken zur Fotografie.
  • Zitate, die dich zum Nachdenken bringen.
  • Bücher, die du lesen möchtest.
  • Bücher, die du gelesen hast und die Erkenntnisse, die du aus der Lektüre gewonnen hast.
  • Fotografen und Fotos, die dich inspireren.
  • Ausstellungen, die du besucht hast oder besuchen möchtest.
  • ...

… und ein Album an

Drucke jeden Monat die drei besten Fotos des Monats aus (zunächst im Labor, später selbst) und klebe sie in das Album. So hast du am Jahresende einen schönen Überblick, was du getan hast. Vor allem aber: Du siehst selbst, wie du dich weiter entwickelt hast. Ich verwende dafür das spiralisiertes Skizzenbuch von Hahnemühle im Format DIN-A4. Das ist für den Preis richtig edel.

Skizzenbuch D&S schwarz 140g/m², DIN A4 quer, 80Blatt 
Zum Skizzenbuch bei Amazon

Setz dich nicht unter Druck

Die Medien sind voller toller Bilder (und es gibt genauso viele schlechte). Setze dich nicht selbst unter Druck, indem du dich laufend vergleichst. Auch die Profis haben klein angefangen. Betrachte die Fotos anderer eher als Quelle der Inspiration, denn als Maßstab.

Fotografieren lernen durch Fotokunst

Woher weißt du eigentlich, wie gute Fotos aussehen, was ein gutes Foto ausmacht? Viele „Likes“ in Facebook sind  nicht aussagekräftig!. Daher mein Rat (den kennst du wahrscheinlich schon von mir): Beschäftige dich mit Fotokunst.

Schaue dir die Bilder großer Fotografen an, lies Bücher über Fotokunst und gehe in Ausstellungen. Du mußt wissen, wo die Reise hingehen könnte, damit du dich weiterentwickelst. Es geht nicht darum, dass du genauso fotografierst wie Meister X oder Y. Es geht darum, dass du deinen Blick schärfst und lernst gute von schlechten Fotos zu unterscheiden. Schließlich mußt du ja auch deine eigenen Bilder beurteilen.

Nimm dir Zeit für dein Hobby

Wir leiden unter ständigem Zeitdruck. Wenn du wirklich gute Fotos machen willst, mußt du dir Zeit für die Fotografie nehmen. Zeit für Gedanken, Zeit für die Ideenfindung, Zeit fürs Fotografieren an sich – aber auch Zeit für jedes einzelne Motiv. Fotografie wird häufig mit Meditation in Verbindung gebracht. Kannst du dir vorstellen, dass man mit dem Blick auf die Uhr meditiert?

Suche dir Gleichgesinnte

Fotografieren ist ein einsames Hobby. Ich genieße dies zwar sehr, aber der Austausch mit Gleichgesinnten ist für mich dennoch inverzichtbar. 

Ich habe das große Glück, dass ich in meiner Arbeit mit Menschen zusammen komme, die die gleiche Leidenschaft zur Fotografie haben. Ich bekomme dadurch die notwendige Motivation weiterzumachen und jede Menge Inspiration für neue Bild- und Projektideen. Ein Blick über den Tellerrand ist immer gut. Ein kleiner Stups von außen sowieso. 

Daher mein Tipp: Suche dir Gleichgesinnte. Achte aber darauf, dass sie fotografisch wirklich ähnlich ticken wie du. Lieben sie die kreative Fotografie oder eher die Technik? Schauen Sie dir verständnislos zu, wenn du mit deiner Kamera Bilder malst? Du weißt sicher, was ich meine und weißt auch, wer zu dir passt.


Vergiß die Ausrüstung

Bist du der Meinung, dass deine Fotos weit besser wären, wenn du eine neue Kamera hättest? Oder ein neues Objektiv? Oder anderes Zubehör? Vergiss es!

Natürlich macht es Spaß, mit einer Wunschausrüstung zu fotografieren. Aber ich bin fest davon überzeugt: Besondere Fotos entstehen unabhängig von der eingesetzten Kamera. Ein guter Fotograf macht mit dem Handy bessere Aufnahmen als so mancher mit der teuersten Ausrüstung.

Arbeite mit dem Equipment, das du hast. Das hat einen weiteren Vorteil: Wenn du dich länger damit beschäftigst, kannst du viel besser selbst beurteilen, was dir fehlt und nützlich wäre. Es gibt keine Ausrüstung, die „man“ haben muss – auch wenn die Werbung dies täglich suggeriert.

Hole dir professionelles Feedback

Es ist nicht leicht, die eigenen Fotos zu beurteilen. Man trägt immer die Geschichte und die Umstände mit, unter denen die Bilder entstanden sind. Das führt oft dazu, dass man bei Fehlern gleich Ausreden parat hat. Man selbst weiß ja, warum man das Motiv nicht anders aufs Bild bringen konnte. Vielleicht stand ein Baum im Weg oder ein Haus. Auf dem Foto ist davon nichts zu sehen. Immer wieder erzählen mir die Teilnehmer meiner Fotokurse lange Geschichten über die Entstehung ihrer Fotos. Aber es gilt:

„Wenn du ein Foto rechtfertigen müssen, hat es schon verloren.“

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Am Besten, du holst dir professionelles Feedback. Bildbesprechungen sind die wertvollste Hilfe auf dem Weg zu besseren Ergebnissen. Das bestätigen mir immer wieder die Teilnehmer meiner Fotokurse und der Fotoreisen, bei denen die Bildbesprechung ein wichtiger Bestandteil ist.

Fotografieren, fotografieren, fotografieren

Wenn du fotografieren lernen wollen, mußt du fotografieren. Das klingt banal, ist aber der wichtigste Tipp von allen. Die beste Idee nützt nichts, wenn sie nicht umgesetzt wird. Also schnappe dir deine Kamera und ziehe los!

In diesem Sinne wünsche ich dir gutes Gelingen und viel Freude auf dem langen Weg zu besseren Fotos.

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