Warum fotografierst du? - foto.kunst.kultur.

Warum fotografierst du?

Warum fotografierst du?

Machst du auch gerade Urlaub? Genießt die Sonne (oder stöhnst über die Hitze) und läßt die Seele baumeln? In Bayern sind die Ferien erst vor einer Woche angegangen, in anderen Bundesländern sind sie schon wieder vorbei.

Sicher nützt du freie Tage (nicht nur im Urlaub), um deine Kamera hervorzuholen und endlich einmal in Muse dem schönsten Hobby der Welt nachzugehen. Einen Denkanstoß und eine Fotografen-Weisheit möchte ich dir mit auf den Weg geben:

Wenn ich in meinen Fotokursen nachfrage, warum die Teilnehmer eigentlich fotografieren, ist eine Antwort mit Sicherheit immer dabei: Erinnerungen festhalten. Ist das bei dir auch so? Benützt du deine Kamera als „fotografisches Gedächtnis“? Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Aber kann die Fotografie nicht noch viel mehr sein?

Mein Tipp: Denke einmal darüber nach, was genau dich an deinem Hobby fasziniert. Also:

Warum fotografierst du?

Denke in aller Ruhe darüber nach und nimm dir Zeit dafür. Ist es die Freude am Prozess? Der Spaß an der Technik? Zählt für dich hauptsächlich das Ergebnis? Oder doch „nur“ die Erinnerung? Es gibt viele, viele Gründe, warum jemand zur Kamera greift. Meist kommen mehrere zusammen.

Bei mir ist es eindeutig die Freude am kreativen Prozess – von der Vorbereitung bis hin zur Nachbearbeitung. Aber am Wichtigsten sind für mich die Planung und das Fotografieren selbst.  Unter „Planung“ verstehe ich vor allem das Finden einer neuer Projektidee und das Erstellen eines Konzepts für das Projekt. Ich liebe Fotogruppen. Sie sind für mich die Königsdisziplin der kreativen Fotografie – ganz egal, ob ich „nur“ ein Diptychon aus zwei Bildern zusammenstelle oder an einem umfangreichen Projekt arbeite.

Warum hast du Spaß am Fotografieren? Die Antwort kann dir wertvollen Aufschluss darüber geben, wie du auf deinem fotografischen Weg weitergehst und welche Ausrüstung dazu notwendig ist.

Wer wirklich nur für die Erinnerung fotografiert, ist meist mit einem Handy gut bedient. Warum sollte man dazu eine große Ausrüstung herumschleppen? Die meisten Handy-Kameras sind zum Festhalten von schönen Augenblicken hervorraend geeignet.

Ganz anders, wenn die Fotografie für dich zum kreativen Selbstausdruck gehört. Dann ist Experimentieren angesagt. Das geht mit einer Spiegelreflexkamera oder einer spiegellosen Systemkamera viel besser als mit dem Handy. Wichtig ist dabei vor allem eines: TUN! Du musst deine Ideen umsetzen. Einfach ausprobieren  –  ohne Rücksicht auf das Ergebnis. Aus den scheinbar abwegigsten Ideen entstehen häufig die besten Fotos.

Du hast noch technische Lücken? So richtig kreativ kann nur sein, wer sein Handwerkszeug beherrscht. Damit meine ich nicht, dass du alle Funktionen im Kamerahandbuch in- und auswendig lernen musst. Aber du solltest die grundlegenden Funktionen beherrschen, z. B. die manuelle Belichtung,  den Weißabgleich und die Fokussierung. Du hast darin noch Lücken? Nütze die freien Tage! Schau dir doch einmal mein foto.kolleg GRUNDLAGEN an. Das unterstützt dich beim Festigen der fotografischen Grundlagen.

Wenn du dann wieder daheim bist und dich ans Sichten deiner Fotos machst, denke an die alte Fotografen-Weisheit:

Lieber eine schöne Erinnerung behalten, als ein schlechtes Bild!

In diesem Sinne wünsche ich dir wunderschöne Urlaubstage und immer gutes Licht!

 

 

 

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