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Aus dem Themenkurs Fotografie: Interview mit Gabi Steiner

Aus dem Themenkurs Fotografie: Interview mit Gabi Steiner

gabi steiner

Der letzte Themenkurs stellte die Teilnehmer vor die Aufgabe den Ausdruck "Weniger ist mehr" in Bilder umzusetzen. In einem anderen Blogbeitrag habe ich bereits Fotos aus dem Kurs vorgestellt (zum Beitrag). Gabi Steiner aus Vorarlberg hat aus Ihren Fotos ein wunderbares Buch gemacht. Es war ihr erstes größeres Projekt. Ich freue mich, dass sie in einem kleinen Interview von ihren Erfahrungen mit dem Kurs berichtet:

Helga: Du hast zum ersten Mal ein Thema in Fotos umgesetzt. Was war deine Erfahrung?

Gabi: Ein Thema fotografisch über mehrere Monate umzusetzen, empfand ich als eine spannende und sehr lehrreiche Zeit. Mitzuerleben, wie man einerseits mit der Verwirklichung der eigenen Ideen sämtliche Höhen und Tiefen durchmacht und andererseits sich weiterentwickelt, indem man neue Wege einschlägt, war für mich eine geniale Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

Ehrlich gesagt, war mir vor dem Kurs nicht bewusst, dass ich überhaupt eine Fähigkeit für die Landschaftsfotografie habe – woher auch – zumal ich bis dahin bestenfalls ein paar Landschaften im Urlaub abgelichtet hatte. Zwischenzeitlich habe ich mit viel Übung ein geschulteres Auge für dieses Genre der Fotografie entwickelt. Das freut mich, denn natürlich ist es mir ein Anliegen, dass sich meine Fotos verbessern.

Aus den tollen Feedbacks zu meinem Buch, die ich bis dato erhalten habe, wird neben meinen Bildern auch immer wieder meine berührende und einfühlsame Schreibweise hervorgehoben. Herauszufinden, dass in mir anscheinend ein kleiner Poet schlummert, erstaunt mich selber.




Helga: Worin lagen die größten Schwierigkeiten?

Gabi: Das war eindeutig der steinige Anfang des Kurses, nämlich die allererste Aufgabe, ein Konzept zum Thema zu erstellen. Ich hatte ursprünglich ganz andere Gedanken, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass diese in einer Sackgasse endeten.

Obwohl ich schon einige Zeit in die anfängliche Idee investiert hatte, stand ich plötzlich wieder ganz am Anfang. Ich war total frustriert, nebenbei sehr gestresst in meinem Beruf und beschloss somit für mich, alles vorerst einmal beiseite zu legen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie erstaunt du warst, dass ich bei der besagten Besprechung keine Bilder eingereicht hatte. Jetzt kann ich Dir gestehen, dass ich zu diesem Zeitpunkt meine Kamera für Wochen nicht angerührt hatte. Dieses Loslassen war vermutlich der Auslöser dafür, dass sich alles von selber löste. Auf einmal lief das Projekt wie am Schnürchen in die richtige Richtung. Mein Frust war schnell vergessen, ich war voll motiviert durchzustarten und vor allem machte das Fotografieren wieder Spaß.




Helga: Was würdest du mit den Erkenntnissen aus diesem Projekt beim nächsten Mal anders machen?

Gabi: Ich würde nun mit meinen ersten Erfahrungen alles viel gelassener und ruhiger angehen. Ich habe mich selber in den ersten paar Monaten viel zu sehr unter Druck gesetzt, was mir die Freude genommen hat. Das war sinnlos und gilt zu vermeiden. Man muss sich Zeit lassen und lernen, abwarten zu können, bis die Dinge auf einen zukommen.



Helga: Würdest du es empfehlen, ein Projekt zu erstellen - und wenn ja: warum?

Gabi: Ich habe schon an verschiedenen Kursen bei dir teilgenommen, aber über mehrere Monate an einem Projekt zu arbeiten, ist wohl die größte Herausforderung. Nicht umsonst sagst du immer, dass der Themenkurs für dich die Königsdisziplin deiner Kurse ist.

Ich habe unglaublich viel gelernt und mich fotografisch weiterentwickelt. Ich empfand die monatlichen Bild- bzw. Projektbesprechungen in der kleinen Gruppe sehr konstruktiv, zumal man auch immer eine Videoaufzeichnung davon erhielt.

Summa summarum hält man am Ende des Kurses hocherfreut das eigene Werk in den Händen. Ich bin echt stolz auf mein Buch und weiß, dass ich es auch immer wieder mit Freuden zur Hand nehmen werde.




Helga: Was ist dein Resümee aus diesem Kurs?

Gabi: Wie du schon selber erwähnt hast, war das Thema „Weniger ist mehr“ der Schwierigste deiner bisher durchgeführten Themenkurse. Dumm für mich, dass ich ausgerechnet mit dem Schwersten anfangen musste – gut allerdings, dass ich es gemeistert habe. Oftmals lernt man ja viel mehr, wenn die Latte etwas höher gelegt wird.

Wir waren eine nette, harmonische Gruppe. Es war interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die anderen Teilnehmer das Thema interpretiert und fotografisch umsetzt haben. Jeder hatte früher oder später einmal seine Mühen. Am Ende zählt jedoch nur das Ergebnis, und da hat jeder eine beeindruckende Leistung vollbracht.

Du besitzt die einzigartige Fähigkeit, jeden einzelnen auf seinem Niveau abzuholen und dementsprechend richtig zu fordern. Leider musste ich wegen eines schweren Schicksalsschlags den Kurs vor Ende abbrechen. Die Fotoauswahl war zwar vorhanden, aber von einem fertigen Projekt war ich dennoch weit entfernt.

Da hast du mich erneut abgeholt, indem du mich ermutigt hast, mein Buch mit deiner Unterstützung in einer Einzelsitzung zu Ende zu bringen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man eine solche entgegenkommende Warmherzigkeit in einer traurigen Lebensphase mehr denn je zu schätzen weiß. Diese privilegierte Behandlung werde ich nie vergessen und dafür bin ich dir sehr dankbar.

Helga: Ich danke dir sehr, liebe Gabi. Auch mir hat der Kurs sehr viel Freude bereitet. Und ich bin froh, dass du dein Buch nun doch vollendet hast. Es wäre auch zu schade gewesen! Herzlichen Dank für das Interview und auch dafür, dass ich Auszüge  aus deinem Buch hier veröffentlichen darf.


Auszüge aus dem Buch "Minimalistische Landschaften" von Gabi Steiner

entstanden im Themenkurs Fotografie "Weniger ist mehr"

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Gabi Steiner, Minimalisitische Landschaften, Themenkurs "Weniger ist mehr", foto.kunst.kultur
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Der nächste Themenkurs

Hast du Lust auch ein Projekt umzusetzen? Der nächste Themenkurs startet im Herbst.
Unser Thema lautet: STILLE

  • Liebe Gabi!
    Auch ich durfte dich durch diesen Kurs begleiten, denn du hast mir immer wieder deine neusten Fotos gezeigt. Ich bin immer wieder erstaunt gewesen und bin nach wie vor von deinen Fotos begeistert.
    Natürlich fehlt mir das fotografische Know-How, dennoch konnte ich bei jedem Bild dein Talent und Fortschritt feststellen. Auch ist für mich der Verlauf, wie du das Projekt „Weniger ist mehr“ angegangen bist, sehr interessant gewesen. Du hast diese Entwicklung mit deinem sehr persönlichen Buch vollzogen und dich quasi von der Raupe zum Schmetterling entpuppt.
    Immer wieder konnte ich mich an deinen kleinen Erfolgen miterfreuen und bedanke mich, dass du mich auf die Reise deines Projektes mitgenommen hast.
    Ich freue mich schon sehr darauf, wenn ich dein Buch in meinen Händen halten darf und immer wieder die Schönheit der Fotografien und deren Harmonie mit den Sprüchen betrachten kann.
    Liabe Gota! I bin stolz uf di!

      • Danke Helga. Du hast mich innerhalb eines Jahres dahin geführt, wo ich heute fotografisch stehe. Ich bin schon sehr gespannt, wohin die Reise mit dir weitergeht.
        Ich fühle mich geehrte, dass du mir extra zu meinem Buch einen Blog-Beitrag in Form eines Interviews gewidmet hast. DANKE!!!

    • Danke, liebe Valentina. Ich freue mich sehr, dass du dich so für mein Hobby interessierst. Ich werde dir mit großer Freude ein Exemplar überreichen.

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